KSA-Neubau – von der Machbarkeitsstudie zur 1. Wettbewerbsstufe

Das Kantonsspital Aarau plant einen kompletten Neubau für den künftigen Spitalbetrieb. Aufgrund einer Machbarkeitsstudie ist man 2017 vom ursprünglichen Masterplan abgekommen, bestehende Gebäude umzubauen. Nach einer eingehenden Baufeldprüfung konnte grünes Licht für die Ausschreibung des Grossprojekts nach GATT-WTO gegeben werden. Bis Ende 2017 wurden die Präqualifikation sowie die erste Wettbewerbsstufe gestartet.

Eine Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des bestehenden Hauptgebäudes gegen Osten und Westen hatte aufgezeigt, dass «die Basis für eine wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung des KSA nur über die Errichtung eines Ersatzneubaus für das Haus 1 geschaffen werden kann». Diese Idee sei ein Befreiungsschlag gewesen, erklärt Sergio Baumann, Leiter Betrieb. Mit einem einzigen neuen Gebäude habe man die Möglichkeit, alles unter einem Dach zu vereinen – dies nach den neusten architektonischen, technischen und medizinischen Standards –, und könne sich so für die Zukunft des Spitals optimal aufstellen. Nachdem ein mögliches Baufeld gefunden und auf dessen Tauglichkeit überprüft worden war, wurde das Projekt in einem zweistufigen Gesamtleisterwettbewerb öffentlich ausgeschrieben. Die hochdotierte Fach- und Sachjury wählte dann aus elf zum Wettbewerb zugelassenen Bewerbern sechs Projekte aus.
Das neue Spital soll für maximal 500 Betten ausgelegt werden. Das Kostendach liegt bei CHF 600 Mio. Das künftige Leistungsspektrum wird in etwa dem heutigen entsprechen. Ziel sei ein möglichst flexibler Bau, der sich den wachsenden Bedürfnissen des KSA anpassen könne, führt Sergio Baumann weiter aus. Nach Abschluss der 1. Wettbewerbsstufe wird die Finanzierung und Tragbarkeit des Vorhabens 2018 konkretisiert. Neben dem Gesamtleisterwettbewerb wird das Augenmerk auf interne Change-Prozesse gelegt. Die bisherigen Abläufe sollen dabei analysiert und vereinfacht werden, hält Sergio Baumann fest. Die Baufeldräumung ist bis Mitte 2019 geplant.